Lightmedium #21 – Schlemihl und die Detektive

Die einen warten auf Godot, die anderen auf Impfstoff, die dritten einfach nur auf den Frühling. In unserer März-Ausgabe überbrücken wir Sehnsüchte jeglicher Art für immerhin eine Stunde.

Was auffällt: Mit zunehmender Dauer der Pandemie wächst auch die Zahl der Schlemihle. Das Wort [ʃleˈmiːl] hat seinen Ursprung im Jiddischen und bezeichnet im heutigen Sprachgebrauch wahlweise ein Schlitzohr oder eine Person, der alles misslingt. Na, da wissen wir gar nicht, an wen wir zuerst denken sollen, oder?

Schlemihl versucht, uns Impfstoff anzudrehen. Wir verabschieden die Maskenpioniere Daft Punk mit einem Gitarrensolo in den Ruhestand und verneigen uns vor der kürzlich verstorbenen Françoise Cactus, die mit Stereo Total zur Anführerin der Berliner Lo-Fi-Bohème wurde.

Apropos Sehnsucht: Die Vorschau des Monats erfordert von eingefleischten Lightmedium-Fans ein bisschen Enthaltsamkeit, denn Eure Lieblingssendung geht vorläufig nur noch alle zwei Monate durch den Äther. Der Schmerz wird aber durch ein neues Format abgefedert: Im zweimonatlichen Wechsel mit dem Lightmedium-Mutterschiff lädt Jenny ab April zum Lightmedium: Nerd Talk.

PLAYLIST
Arlo Parks – Cola
Unkle – Broken
Daft Punk – Aerodynamic (Daft Punk Remix)
5/8erl in Ehr’n – Vaporizer
Stereo Total – Schön von hinten
Stereo Total – Tanzen im Viereck
Fanny van Dannen – Menschenverachtende Untergrundmusik
Sault – Hard Life

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Lightmedium #9 – In Quarantäne

Radio in Zeiten der Pandemie: Wir sollen Zuhause bleiben und soziale Kontakte vermeiden. Nachdem sich unser Elder Statesment Thomas kurzfristig in die freiwillige Isolation zurückgezogen hat, haben wir auch Lightmedium in die Quarantäne geschickt – aus dem Studio an den Küchentisch.

Dort haben wir im Selbstversuch das Spaßpotenzial von Gesellschaftsspielen getestet und die Frage beantwortet, ob die Zeit dadurch schneller vergeht. Mit Hilfe von Karate Kid können wir uns unterdessen für die richtige Begrüßung abhärten. In einer Liedzeile haben wir ein geeignetes Motto für die nächsten Wochen gefunden:
SOUL IS A JOINT ROLLED IN TOILET PAPER.

PLAYLIST
Carmen McRae – Sound of Silence
Funkadelic – What is Soul?
Broken Bells – Good Luck
Poliça – Driving
Sault – Don’t Waste My Time
Rolling Stones – Gimme Shelter
R.E.M. – It’s the End of the World as We Know it

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Programmtipp: 19. Februar, 20 Uhr

Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit sind unsere Themen in der Februar-Ausgabe. Ende Januar haben Freiwillige in der bundesweit ersten systematischen Zählung in Berlin knapp 2.000 obdachlose Menschen gezählt.

Wie nah diese Zahl der Realität kommt, schätzt unser Studiogast ein: der langjährige Leiter der Bahnhofsmission am Zoo, Dieter Puhl. Mit ihm sprechen wir über individuelle und gesellschaftliche Ursachen von Obdachlosigkeit und ein besseres Miteinander im Alltag.

Mittwoch, 19. Februar 2020, ab 20 Uhr live aus dem Studio Ansage. Empfangbar über UKW auf 88,4 (Berlin), 90,7 (Potsdam) und weltweit im Livestream.

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Musiktipps: Lightmedium in Love

In unserer Sendung vom 18. September haben wir über die Liebe gesprochen. Die Musikauswahl war ein langwieriger Prozess, weil nichts so häufig besungen wird wie die (enttäuschte) Liebe.

Viele Lieder haben es knapp nicht in die Sendung geschafft, weshalb die Lightmedium-Redaktion hier in loser Reihenfolge ihre persönlichen Top 30 der Liebeslieder zusammengetragen hat. Kuschelrock war gestern, heute ist Lightmedium der Liebe.

Jefferson Airplane – Somebody to Love
The Who – Love, Reign o’er Me
ABC – The Look of Love
Bee Gees – To Love Somebody
The Everly Brothers – Love Hurts
Brand Nubian – Love or Leave Me Alone
Bob Marley – One Love
Stevie Wonder – I Was Made to Love Her
Dusty Springfield – The Look of Love
Rolling Stones – Everybody Needs Somebody to Love
Tina Turner – What’s Love Got to do With It
Elvis Presley – Love Me Tender
The Platters – The Glory of Love
Frankie Goes to Hollywood – The Power of Love
Stevie Wonder – I Just Called to Say I Love You
Queen – Love of My Life
Percy Sledge – When a Man Loves a Woman
Peter Gabriel – The Book of Love
The Doors – Love Street
Cream – Sunshine of Your Love
The Roots – You Got Me
The Supremes – Stop! In the Name of Love
Sweet – Love is Like Oxygen
T. Rex – Hot Love
Gloria Jones – Tainted Love
Rio Reiser – Junimond
Neil Young – Only Love Can Break Your Heart
Joy Division – Love Will Tear Us Apart
Derek & the Dominos – Layla
The Cure – Lovesong

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Lightmedium #3 – Zum Tag der ersten Liebe

Der 18. September ist inoffizieller First Love Day in den USA. Weil wir finden, dieser Tag sollte weltweit mehr Beachtung finden, haben wir uns über viele erste Lieben unterhalten, samt alten Tagebucheinträgen und der Feststellung, dass die erste Liebe ebenso riskant ist wie es einst der Aktienhandel am Neuen Markt war.

Fingerstyle-Gitarrist Pan Chimzee spielte live ein Stück ohne Titel und später seine Komposition des Bob-Marley-Klassikers „No Woman No Cry“ – unterstützt von Andreas Riedel (Taken by the Sea) an der Trompete und der Lightmedium-Combo an Querflöte, Ukulele und Glockenspiel.

PLAYLIST
The Beatles – Love is All You Need
Mavi Isiklar – Aşk Çiçeği
Kanye West – My Mama
Francoise Hardy – Le temps de l’amour
John Miles – Music
Pan Chimzee – Ohne Titel (LIVE)
Derek & the Dominos – Why has Love got to be so Bad?
Adriano Celentano – Chi non lavora non fa l’amore

PERLE VOR DIE SÄUE
Pan Chimzee & Lightmedium-Allstars – No Woman No Cry (LIVE)

UNSERE GÄSTE
Pan Chimzee: Releases, Shows & Booking
Taken by the Sea: Infos & Termine

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Vorschau: Liebe am 18. September

Seit 2015 ist der 18. September in den USA inoffizieller First Love Day. Anders als etwa der Jogginghosen-Tag hat sich der Tag der ersten Liebe bislang nicht international durchgesetzt. Wir wollen das ändern und sprechen in der kommenden Ausgabe über die erste Liebe: zu Menschen, zu Dingen, zur Musik.

Der Gitarren-Percussionist Pan Chimzee schaut zum Musizieren vorbei und vielleicht greift auch die Lightmedium-Combo zu ihren Instrumenten.

Mittwoch (18. September) von 20 bis 21 Uhr aus dem Studio Ansage. Empfangbar über UKW auf 88,4 (Berlin), 90,7 (Potsdam) und weltweit im Livestream.

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Lightmedium #9: Gutes Fernsehen, schlechtes Fernsehen

Unser Gast in der September-Ausgabe ist der preisgekrönte
Drehbuchautor Sascha Arango.

Hier geht’s zum Download. (45 Minuten, ca. 50 MB)

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Bitte, wer? Sascha Arango

Lightmedium #9: Das Sommerloch hat nun auch im Fernsehen sein Ende gefunden, die Frequenz der Wiederholungen sinkt. Über gutes und schlechtes Fernsehen sprechen wir mit dem Drehbuchautor Sascha Arango.

ArangoSascha Arango, 55, zählt zu den renommiertesten Drehbuchautoren Deutschlands. Wenn Kommissar Borowski im Kieler „Tatort“ etwas sagt, stammen die Worte häufig aus der Feder Arangos.  Im vergangenen Jahr hat der zweimalige Grimme-Preisträger seinen Debütroman „Die Wahrheit und andere Lügen“ veröffentlicht, dessen Filmrechte ein US-Studio erwarb. Arango arbeitet momentan an der Drehbuchadaption.

Wir sprechen mit Sascha Arango über die Quotenfixiertheit deutscher Sender, die Erwartungen des TV-Publikums, die Erklärungshysterie und die Frage, warum mutige Serien meist aus anderen Ländern kommen. Er sagt:

 „Ich glaube, es hat sehr viele Gründe, warum wir es noch nicht geschafft haben, diese einzigartige Spezialität zu entwickeln, wie zum Beispiel die Dänen. Von denen haben wir gelernt: An der Sprache liegt es nicht. Es liegt daran, dass die Dänen einen eigenen, unbeirrbaren künstlerischen Ton gefunden haben. Dort ist es eine klare Aufteilung: Die Kreativen machen dies, die Administratoren machen das. Diese Gewaltenteilung gibt es in Deutschland nicht. Der, dem das Steuergeld anvertraut ist, misst sich auch zu, die künstlerischen Entscheidungen mit zu beeinflussen

Ab Freitag, 11. September, 16 Uhr.
Live on Tape. Auf Lightmedium.de.

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Lightmedium #8: Kulturbruch im Fußball

Der Ball rollt wieder: Wird die neue Bundesligasaison spannender als die letzte? Und wohin entwickelt sich der Fußball kommerziell, wissenschaftlich und kulturell? Zu Gast ist der Sportphilosoph
Gunter Gebauer.

Hier geht’s zum Download.
(Das Spiel dauert 74 Minuten. Ca. 85 MB)

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Bitte, wer? Gunter Gebauer

Lightmedium #8: Zum Start in die neue Bundesligasaison sprechen wir mit dem Sportphilosophen Gunter Gebauer.

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Gunter Gebauer, 71,
ist emeritierter Professor an der Freien Universität Berlin. Der Philosoph und Sportwissenschaftler plädiert für einen Boykott der Fußball-WM 2022 in Katar und kritisiert die Vergabe der Olympischen Spiele an autoritäre Staaten. Er ist Autor des Buches „Poetik des Fußballs“ und schreibt Beiträge u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Wir sprechen mit Gunter Gebauer über Tradition und Plastikklubs, den Einsatz wissenschaftlicher Daten in der Trainingsmethodik und den Weltverband FIFA. Er sagt:

„Der traditionelle Fußball scheint ans Ende gekommen zu sein. Wir haben einen Kulturbruch, Tradition dient nur noch als Mythos zum besseren Verkauf.  Wir werden sehen, dass die Fans immer weniger zu sagen haben. Es geht in erster Linie darum, Geld zu generieren“

Ab Freitag, 14. August, 16 Uhr.
Live on Tape. Auf Lightmedium.de.

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