Brexit? Done. Und jetzt?

See EU later: Die britische Boulevardpresse feiert, Premierminister David Cameron kündigt seinen Rücktritt an. Großbritannien verlässt die Europäische Union, 51,9 Prozent haben für den Austritt gestimmt. Der Brexit ist Wirklichkeit.

Das Ergebnis belegt die tiefe Spaltung der britischen Bevölkerung: Nicht nur ist der Ausgang insgesamt knapp. Die Bürgerinnen und Bürger in Schottland und Nordirland haben mit 62 und 55,8 Prozent für den Verbleib in der EU gestimmt, während sich England (53,4) und Wales (52,5 Prozent) mehrheitlich für den EU-Austritt entschieden.

LM_Brexit2Über die möglichen Folgen des Brexits haben wir vor dem Referendum mit Wolfgang Merkel vom Wissenschaftszentrum Berlin gesprochen. Er sagt:

“Großen Teilen der nationalen Bevölkerungen geht das Tempo der Erweiterung und der Vertiefung – mehr Kompetenzen weg vom Nationalstaat zu EU-
Entscheidungsinstitutionen hin – zu schnell. Sie fühlen sich nicht repräsentiert”

Was der Brexit für Großbritannien, Deutschland und die EU bedeutet, wer vom britischen EU-Austritt profitiert und wie es um die Demokratie in Europa bestellt ist: Lightmedium #16 – Yea or Nay?

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LIGHTMEDIUM #16 – Yea or Nay? Der Brexit und die Demokratie

Zur Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU (am 23. Juni) sprechen wir mit dem Demokratieforscher Wolfgang Merkel über Volksabstimmungen, gespaltene Länder und Nationalstaatlichkeit rund um die Fußball-EM.

Hier geht’s zum Download. (ca. 45 Minuten, 54 MB)

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Bitte, wer? Wolfgang Merkel

Lightmedium #16: Großbritannien steht vor der Wahl: Brexit oder Verbleib in der EU? Wir sprechen mit dem Demokratieforscher Wolfgang Merkel darüber, warum viele Staaten politisch und gesellschaftlich zunehmend gespalten sind.

wolfgangmerkelWolfgang Merkel, 64, ist Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin. In einem aktuellen Projekt versucht er, Demokratie messbar zu machen. Wir sprechen mit Wolfgang Merkel über den Wert der EU, mögliche Folgen des Brexits und  Volksabstimmungen. Er sagt:

“Ich glaube, dass Volksabstimmungen häufig einen starken Placebo-Charakter haben und keine effektiven Mitentscheidungen sind. Man muss auch bei großen Fragen das Vertrauen haben, das Volk entscheiden zu lassen. Die EU ist eine solche Frage”

Ab Mittwoch, 22. Juni
Live on Tape. Auf Lightmedium.de

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Lightmedium #15: Tag der Pressefreiheit

Am 3. Mai ist Internationaler Tag der Pressefreiheit. Unser Gast ist der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Überall. Wir sprechen über Erdogan und Böhmermann, Pegida und Europa.

Hier geht’s zum Download. (ca. 45 Minuten, 52 MB)

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Bitte, wer? Frank Überall

Lightmedium #15: Die freie Presse steht weltweit unter Druck. Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai) sprechen wir mit dem Vorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Frank Überall.

Foto: Anja Cord

Frank Überall, 45, ist freier Radio- und Fernsehjournalist, Sachbuchautor und Professor für Politik und Soziologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Seit November 2015 ist er zudem Vorsitzender des DJV. Als Schwerpunkt seiner Amtszeit hat sich Überall zum Ziel gesetzt, die journalistische Arbeit wieder verständlicher an Mann und Frau zu bringen.

Wir sprechen mit Frank Überall über den türkischen Präsidenten Erdogan, die Causa Böhmermann, die Gefahren durch Pegida-Demonstrationen und die Sehnsucht nach dem guten, alten Verleger. Er sagt:

“Pressefreiheit war wie Strom aus der Steckdose: Sie war einfach da, sie war selbstverständlich. Inzwischen gibt es Angriffe auf die Pressefreiheit, die ich mir noch vor zwei Jahren nicht hätte träumen lassen”

Ab Dienstag, 3. Mai
Live on Tape. Auf Lightmedium.de

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Lightmedium #14: Plötzlich im Parlament – die Protestpartei

Unser Gast in der Märzausgabe ist der Ex-Pirat Martin Delius. Er zog 2011 mit der Piratenpartei ins Berliner Abgeordnetenhaus. Vor dem Hintergrund der Wahlerfolge der AfD sprechen wir über Protestwähler und die Frage, wie sich eine Partei selbst erledigt.

 

Hier geht’s zum Download. (ca. 50 Minuten, 57 MB)

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Bitte, wer? Martin Delius

Lightmedium #14: Nach den jüngsten Erfolgen der AfD sind sich Beobachter uneins – ist sie eine Gefahr für die Demokratie oder braucht es im Umgang mehr Gelassenheit? Als bis dato letzte Partei durchbrachen die Piraten 2011 und 2012 die Phalanx der Etablierten. Zu Gast in unserer März-Ausgabe ist der Ex-Pirat Martin Delius.

xxx Piratenfraktion Berlin

Martin Delius, 31, zählt zu den wenigen Protagonisten der Piraten, die sich durch ihre politische Arbeit profiliert haben. Er ist Vorsitzender der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und im Untersuchungsausschuss zum Berliner Flughafen. Aus der Partei ist er 2015 ausgetreten, sie habe sich “komplett zerlegt”. Mittlerweile unterstützt Delius die Linke.

Wir sprechen mit Martin Delius über die AfD, Protestwähler, interne Streitigkeiten bei den Piraten und darüber, wie man als Partei damit umgeht, wenn rechte Kräfte Einfluss nehmen wollen.
Er sagt:

“Es gab [bei den Piraten] völlige Ausfälle. Leute, die früher bei der NPD waren, Menschen, die den Holocaust geleugnet haben. Wir haben zwar Unvereinbarkeitsbeschlüsse gefasst, das dann aber umzusetzen, hat nicht funktioniert. Die Partei war zu strukturschwach, um die Leute loszuwerden”

Ab Mittwoch, 23. März, 16 Uhr.
Live on Tape. Auf Lightmedium.de

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Lightmedium #13: Politisch korrekt oder einfach nur schwammig?

Unser Gast in der Februarausgabe ist der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch. Wir sprechen über Wahrheiten in der Flüchtlingsdebatte und Sprachmuster.

Hier geht’s zum Download . (ca. 48 Minuten, 55 MB)

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Bitte, wer? Anatol Stefanowitsch

Lightmedium #13: Sprache ist mächtig. Sie kann ebenso Liebe ausdrücken wie Menschen verletzen. Mit Blick auf die Flüchtlingsdebatte unterhalten wir uns mit dem Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.

Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch, 45, ist Linguist und Professor am Institut für Englische Philologie an der Freien Universität Berlin. Einem breiteren Publikum ist er durch seinen Blog Sprachlog bekannt, in dem er sich mit Sprachbildern sowie dem politischen Gebrauch und Missbrauch von Sprache auseinandersetzt.

Wir sprechen mit Anatol Stefanowitsch darüber, wie Sprachmuster vom rechten Rand in die Reden demokratischer Parteien Einzug halten, über Wahrheiten in der Flüchtlingsdebatte und die Rolle der Medien. Er sagt:

“Die Idee, dass ich Leute, die irrationale Positionen vertreten – ob aus echter Angst oder anerzogenem Menschenhass – für gemäßigtere Positionen zurückgewinnen kann, indem ich ihre Sprachmuster übernehme, halte ich für absurd”

Jetzt online.
Live on Tape. Lightmedium.de

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2015 – Der Jahresrückblick

2015 war ein aufregendes und erschreckendes Jahr. Viele Menschen hatten den Jahreswechsel 2014/2015 mit der Hoffnung auf ein besseres, friedlicheres Jahr verbunden. Leider vergeblich.

Wir haben 2015 bei Lightmedium über viele Themen von globaler Bedeutung gesprochen, deren Entwicklungen und Folgen heute oft noch nicht abzusehen sind.

Da wir bis zur nächsten regulären Ausgabe am 19. Februar pausieren, lassen wir hier nun das erste Kalenderjahr Revue passieren, das hinter Lightmedium liegt:  Wie haben sich die Themen entwickelt, über die wir mit unseren Gästen gesprochen haben? Haben sich ihre Prognosen bewahrheitet?

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Juni: Lobbyismus | Januar: Es tut sich was

Über mehr Transparenz im Lobbyismus haben wir mit Timo Lange von Lobbycontrol im Juni gesprochen. Anfang Januar 2016 hat der Bundestag nun die Vergabepraxis von Hausausweisen an Lobbyisten gestoppt: Neue Anträge werden vorerst nicht bearbeitet, es ist zudem geplant, die Vergabekriterien zu überarbeiten und transparenter zu gestalten. Für unseren Gast waren die Hausausweise aber schon zum Zeitpunkt unseres Treffens nicht von entscheidender Bedeutung:

Lobbycontrol fordert weitreichendere Maßnahmen in Form eines Lobbyregisters:

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Juni: Flüchtlinge

Vor dem Weltflüchtlingstag sprachen wir im Juni mit dem Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht abzusehen, welches Ausmaß die Flüchtlingskrise annehmen, dass Deutschland im gesamten Jahr 2015 mehr als eine Million Menschen aufnehmen würde. Burkhardt prognostizierte trotzdem schon damals die Abschottung von EU-Staaten und eine Zunahme von Rassismus:

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Juli: Landesverrat?

Den Menschen fehle das unmittelbare Gefühl, überwacht zu werden, sagte der Netzaktivist Markus Beckedahl in unserem Gespräch Anfang Juli. Eben deshalb sei der Protest gegen privatwirtschaftliche und staatliche Datenkraken so leise. Vier Wochen später gerieten Beckedahl und netzpolitik.org selbst in den Fokus der Behörden. Der Generalbundesanwalt hatte ein Verfahren wegen des Verdachts auf Landesverrat eingeleitet. Rückwirkend schien es wie eine Vorahnung, was Markus Beckedahl in unserem Gespräch sagte:

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August: Korrupter Fußball

„Der traditionelle Fußball scheint ans Ende gekommen zu sein“, sagte der Sportphilosoph Gunter Gebauer im August vor dem Start der Bundesligasaison. Kurz zuvor hatten US-Ermittler Funktionäre des Weltverbands FIFA wegen Korruption verhaftet. Wir sprachen auch über den damaligen FIFA-Präsidenten Blatter und seinen potenziellen Nachfolger Platini, die beide inzwischen gesperrt worden sind:

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September/Oktober: Der Zustand der Welt

Im Oktober war der Philosoph Wolfram Eilenberger unser Gast. Wir sprachen über den Zustand der Welt und dabei vor allem über die Flüchtlingskrise. Eilenberger stellte dabei Fragen, deren Dringlichkeit mittlerweile noch zugenommen hat:

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November/Dezember: Klima

Im Dezember tagte in Paris die UN-Klimakonferenz. Ziel des dort verabredeten Klima-Abkommens ist die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad. Die Industrieländer verpflichteten sich, ärmere Länder für deren Klimaschutz jährlich mit 100 Milliarden US-Dollar zu unterstützen. Außerdem lassen sie die Ziele zur Reduktion des CO2-Ausstoßes alle fünf Jahre überprüfen. Was Teilnehmer als “monumentalen Erfolg” priesen, dürfte Katja Frieler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), mit der wir kurz vor der Konferenz gesprochen haben, nicht so zufrieden stimmen:

Über die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen schnell zu reduzieren, sagte sie:

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Zum Glück gab es neben der Weltpolitik auch andere spannende Themen, über die  wir uns mit interessanten Gästen unterhalten haben. Fernsehen zum Beispiel oder Konsumverhalten. Alle Ausgaben aus dem Jahr 2015:

Lightmedium #1:
Die Zeitungs- und Medienkrise
Gast: Olaf Forner, Zeitungsverkäufer

Lightmedium #2:
Gentrification und das Leben in der Stadt
Gast: Andrej Holm, Stadtsoziologe

Lightmedium #3:
Über das Wesen der Verschwörungstheorie
Gast: Eva Kimminich, Professorin für Romanistik

Lightmedium #4:
Lobbyismus und die Folgen für die Demokratie
Gast: Timo Lange, Lobbycontrol

Lightmedium #5:
Asyl- und Flüchtlingspolitik
Gast: Günter Burkhardt, Pro Asyl

Lightmedium #6:
Vorratsdaten und Datenkraken
Gast: Markus Beckedahl, Netzaktivist

Lightmedium #7:
Auf der Suche nach dem Sommerloch
Teil 1 und Teil 2

Lightmedium #8:
Kulturbruch im Fußball
Gast: Gunter Gebauer, Sportphilosoph

Lightmedium #9:
Gutes Fernsehen, schlechtes Fernsehen
Gast: Sascha Arango, Drehbuchautor

Lightmedium #10:
Gutes Leben in einer schlechten Welt
Gast: Wolfram Eilenberger, Philosoph

Lightmedium #11:
Das Klima und die Spitze des Eisbergs
Gast: Katja Frieler, Klimafolgenforscherin

Lightmedium #12:
Weihnachten und die Wirkung von Konsum
Gäste: Norbert Bolz, Kommunikationsforscher,
und Gerrit von Jorck, Konsumskeptiker

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Manche nennen es Podcast.